2005

Wild boys und Mosquitos siegen

Ausgelassene Partystimmung beim Fischerstechen am See

Ketsch. Als beim letzten Duell dieses Wochenendes Sven Surowec vom Team "Die drei Stooches" beim fünften Aufeinandertreffen mit dem Stecher Rainer Vogel von den "Wild Boys" dann doch überraschend das Gleichgewicht verlor, war klar: Die "wilden Jungs" sind die Sieger vom Fischerstechen 2005. Zwei Tage lang hieß es am Freibadestrand am Hohewiesen-See Sommerparty pur. Die hochsommerlichen Temperaturen taten ihr Übriges und so verwunderte es nicht, dass auch nach den Wettkämpfen am Samstag die Stimmung hoch kochte und bis in die Morgenstunden "Partytime" angesagt war.

Vom Feiern unbeeindruckt zeigten sich gestern bei den Damen die "Mosquitos". Die drei hatten es im dritten Anlauf endlich geschafft: Nach zwei zweiten Plätzen in den vergangenen Jahren, gelang den "Stechmücken" um ihre Hauptstecherin Kirsten Körber der Turniersieg. ka

© Schwetzinger Zeitung - 18. Juli 2005

Rudern ist wie in einer Ehe: die Harmonie entscheidet

Zu Besuch am Hohwiesensee: Mannschaften trainieren begeistert für das Fischerstechen / Engagement und Sportsgeist

Von unserem Redaktionsmitglied Sabine Janson

Ketsch. "Nicht so schnell rudern!", "Mensch, wackle doch nicht so!" - Schwankend steht der Stecher auf dem Bootsvorbau und bemüht sich mit allen Kräften, das Gleichgewicht zu halten. Kein leichtes Unterfangen, vor allem, wenn es der erste Versuch ist. Doch die Mannschaften schlagen sich tapfer und probieren es immer wieder. So geht es am Badestrand Hohwiesensee feucht-fröhlich zu: nicht im Sinne einer Party, sondern mit sportlicher Disziplin und nassem Vergnügen.

Party auf der Hohen Wiese

Zeit für das Fischerstechen

Ketsch. Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit: Das Ketscher Fischerstechen findet in seiner sechsten Auflage statt. Die TSG Ketsch-Handballabteilung der Männer hat mit Unterstützung der Gemeinde erneut die Verantwortung für diese Veranstaltung übernommen. Auch Bürgermeister Hans Wirnshofer erteilte wieder die Zusage zur Übernahme der Schirmherrschaft für dieses zweitägige Spektakel.

Die Affen und die Hunnen hatten die Nase vorn

Juroren hatten beim 51. Kurpfälzer Fasnachtszug ein schweres Amt / Viele tolle Ideen gesehen

"Einfach klasse - die Teilnehmer haben sich viel Mühe gemacht", genauso begeistert wie Oberbürgermeister Bernd Kappenstein nach dem Kurpfälzer Fasnachtszug war, so schwer fiel ihm und seinen Mitstreitern die Qual der Wahl bei der Prämierung. 17 Wagen und 20 Gruppen kamen in die Wertung, wobei die Wertung der Jury oft eng beieinander lag.

Lokalmatadoren nehmen ab, doch nicht die Stimmung

48. Brühler Fasnachtszug mit weniger einheimischen und vielen auswärtigen Beiträgen / Bunte Themenvielfalt schön präsentiert

Von unserem Redaktionsmitglied Walter Pitz

Brühl. Schön war's gestern beim 48. Brühler Fasnachtsumzug. Die Sonne schien und gar nicht mal so kalt war es. Doch beim Umzug allgemein zieht es zunehmend kälter rein: Die Tendenz der in der Hufeisengemeinde abnehmenden Bereitschaft zum Mitmachen, besonders der Ortsvereine, hielt an. So ist es vornehmlich den auswärtigen Mitwirkenden, vor allem aus Hockenheim, und gleichermaßen Zugmarschall Albert Geschwill mit seinen Helfern von den "Kollerkrotten" zu danken, dass der mit knapp 70 Nummern kürzeste närrische Lindwurm seit Jahren noch beträchtliche Zugkraft auf die Zuschauer ausübte. Hier war ebenso wie bei der ausgezeichneten Stimmung keine Abnahme zu registrieren. So erlebte eine wiederum fünfstellige Zahl kleiner und großer Narren entlang des Zugwegs bei dem kompakten, aber feinen Umzug eine fröhlich-bunte Fasnachtsparade, zu deren Gelingen das Faschingsvolk an den Straßenrändern durch sonnige Laune und zahllose "Ahoi" selber beitrug.

Gelungene Mischung aus uriger Tradition und zeitgemäßer Fasnacht

Zehnter Rosenmontagszug erneut ein Volltreffer / "Altlußheim liegt eben am Rhein wie Mainz und Köln..." / Bunt geschmückte Häuser und gut gelaunte Gäste

Altlußheim. Landauf, landab gilt der Rosenmontag als der Höhepunkt der närrischen Tage. Die rheinischen Karnevalsumzüge haben seit Jahrzehnten Kultcharakter, die Menschen stürmen die Fastnachtshochburgen, um die legendäre Veranstaltungen am Straßenrand mitzuerleben - und gemeinsam ausgelassen zu feiern.

Prämierung für Motivwagen und Fußgruppen und auch für die geschmückten Häuser

Altlußheim. Wie in der Gemeinde seit vielen Jahren der Brauch, trafen sich nach dem Rosenmontagszug die Zugteilnehmer und viele Zuschauer zu einem närrischen Ausklang mit Bekanntgabe der Preisträger bei den einzelnen Prämierungen.

Um dem Ansturm Herr zu werden, wurden in diesem Jahr erstmals Security-Kräfte eingesetzt, die dann auch alle Hände voll zu tun hatten. Bei den Menschenmassen, die in die Halle drängten, musste der Eingang aus Sicherheitsgründen gleich des öfteren geschlossen werden. Dies sorgte im Überschwang der närrischen Gefühle hin und wieder für heiße Diskussionen mit den Ordnern, tat aber dem fasnachtlichen Vergnügen letztendlich keinen Abbruch.

Ausgelassene Stimmung bleibt von Rückgang verschont

Weniger Teilnehmer und Zuschauer beim Hockenheimer Fasnachtszug / 27 Gruppen und 33 Motivwagen begeistert gefeiert

Die heiße Phase der kurpfälzischen Fasnacht mit ihren zahlreichen Umzügen in der ganzen Region begann am Samstagnachmittag mit dem Hockenheimer Fasnachtszug. Für die große Narrenschar im südlichen Rhein-Neckar-Kreis und viele Besucher aus dem benachbarten Bruhrain war die farbenfrohe Parade durch die Straßen der Rennstadt einmal mehr die passende Einstimmung auf die tollen Tage. Waren früher die Menschen stets in großen Scharen nach Hockenheim gekommen, war in diesem Jahr trotz des idealen Zugwetters der Andrang auffallend geringer als bisher gewohnt.

King Kong und die gröhlenden Gorillas mit Achsenbruch

Fasnachtsumzug lockt Tausende auf die Straße / Subtile Motive und saftige Party / Jemand hat den Regen vergessen

Von unserem Redaktionsmitglied Jochen Schönmann

Ketsch. Kalt ist es, geradezu eisig, dazu ein hinterhältiger Wind, der - wohl selbst närrisch geworden - nicht so ganz damit heraus will, aus welcher Richtung er nun kommen soll. "Egal. Immerhin kein Regen", freut sich der Vorsitzende der IG Ketscher Vereine, Thomas Franz, auf den bevorstehenden Fasnachtsumzug. "Wir hatten nämlich dauernd Regen in den letzten Jahren. Den hat diesmal wohl jemand vergessen." Also raus ins Getümmel.

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